Leitfaden für Teilnehmer
Der folgende Leitfaden enthält wichtige Informationen, Verhaltensregeln und Empfehlungen für alle Teilnehmer des Friedensmarsches.
Verhaltenskodex
Alle akkreditierten Teilnehmer des Marsches müssen den Verhaltenskodex einhalten, um eine bessere Organisation und höhere Sicherheit zu gewährleisten. Folgende Hinweise sind zu beachten:
- Nur akkreditierte Personen dürfen am Marsch teilnehmen
- Teilnehmer, die nachträglich beitreten, müssen sich beim Gruppenleiter zur Akkreditierung anmelden
- In allen Situationen sind die Anweisungen des Teamleiters zu befolgen
- Strikt die vorgesehene, markierte Route einhalten
- Sichtkontakt mit den Mitgliedern der Gruppe aufrechterhalten
- Medizinische Hilfe nur von den akkreditierten medizinischen Teams anfordern
- Pausen und Rasten nur nach Entscheidung des Teamleiters
- Anwesenheit an den vorgesehenen Übernachtungspunkten ist Pflicht
- An den Übernachtungspunkten ist die Anwesenheitskontrolle verpflichtend
- Bei ungünstigen Wetterbedingungen alle Funkgeräte und Mobiltelefone ausschalten
- Das Wegwerfen von Abfällen außerhalb der vorgesehenen Stellen ist verboten
- Warnschilder vor Blindgängern und Minen beachten: „ACHTUNG MINEN!"
- Alkoholische Getränke jeder Art sind streng verboten
- Vorsicht bei der Verwendung von Feuerzeugen und beim Rauchen – Brandgefahr!
- Jede nächtliche Fortbewegung außerhalb der vorgesehenen Punkte ist verboten
- Jeden Vorfall dem Teamleiter melden und seinen Anweisungen folgen
- In jeder Situation würdevoll und diszipliniert verhalten
- Teilnehmer, die den Marsch verlassen möchten, müssen sich beim Gruppenleiter abmelden
- Die Nichteinhaltung dieses Kodex kann zum Ausschluss führen
Empfehlungen für Teilnehmer
Der Friedensmarsch ist ein Marsch, der Körper und Geist herausfordert. Das Team der Freiwilligen des Roten Kreuzes des Kantons Tuzla hat folgende Empfehlungen zusammengestellt:
- Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor mitnehmen und auf alle der Sonne ausgesetzten Körperteile auftragen (Kopf, Hände usw.)
- Kopfbedeckung tragen (Mütze, Hut, Tuch o. ä.)
- Ausreichend Baumwoll-Unterwäsche zum Wechseln mitnehmen – am besten Boxershorts, um Reibung und Scheuerstellen zu vermeiden
- Genügend Socken mitnehmen, am besten Wollsocken, die häufig gewechselt werden sollten, um Blasenbildung zu vermeiden
- Bequemes Schuhwerk reduziert ebenfalls die Gefahr von Blasen
- Ausreichend Wasser mitnehmen und regelmäßig trinken, um Flüssigkeitsverlust zu vermeiden
- Für ausreichende Salzzufuhr sorgen (mehr Tomaten, Bananen und anderes Saisonobst und -gemüse essen)
- Empfohlen wird ein Multivitaminpräparat, am besten als Brausetabletten, in Wasser aufgelöst in den Pausen trinken
- Ein bis zwei Verbandspäckchen sowie ein Paket Pflaster mitnehmen
- Genügend Baumwoll-T-Shirts zum Wechseln – nasse Kleidung erhöht die Erkältungsgefahr
- Wasserdichten Regenponcho mitnehmen, um den gesamten Körper bei Niederschlag zu schützen
- Nicht in kurzen Hosen am Marsch teilnehmen – es sei denn, Wollsocken oder Gamaschen bis zum Knie werden getragen (Schutz vor nassem Gras, Zecken, Schlangenbissen)
- Auf Zeckenbisse achten – bei Fund einer Zecke professionelle medizinische Hilfe suchen, nicht selbst entfernen!
- Insektenschutzmittel verwenden (Sprays oder Cremes gegen Mücken)
- Während des Marsches keinen Alkohol konsumieren!
- Die Gehgeschwindigkeit in der Kolonne an den untrainiertesten Fußgänger anpassen
- Immer ausruhen, wenn man das Bedürfnis verspürt
- Wanderstöcke verwenden, besonders Personen mit Gelenk- und Knochenproblemen (Spondylose, Arthritis)
- Bei Schmerzen hinter dem Brustbein SOFORT medizinische Hilfe anfordern!
- Für alle Erste-Hilfe-Maßnahmen sich an die Freiwilligen des Roten Kreuzes wenden, die die Kolonne begleiten
- Personen mit chronischen Erkrankungen und unter ständiger ärztlicher Behandlung sollten vorher die Genehmigung ihres Arztes einholen und sich stets in der Nähe der mobilen medizinischen Teams aufhalten!
- Die Kolonne wird von Notarztteams begleitet, an die man sich bei medizinischen Notfällen wenden sollte
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Teilnehmerbeitrag für den Friedensmarsch?
Die Teilnahme am Friedensmarsch ist kostenlos. Berichte einzelner Teilnehmer über Forderungen nach finanziellen Beiträgen seitens lokaler Vertreter beruhen auf dem Fehlen oder der Unfähigkeit der organisierten Gruppe oder Gemeinde, den Transport und die Logistik selbst zu finanzieren. Die genannten Beiträge sind keine Anforderung des Unterausschusses für die Organisation des Friedensmarsches.
Wird der Transport des Gepäcks zur Übernachtung organisiert?
Die Lastwagen der Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina transportieren Ihr Gepäck zu drei vorgesehenen Punkten. Für mögliche Beschädigungen oder Entwendung wertvoller technischer oder anderer Gegenstände übernehmen Sie die persönliche Verantwortung.
Werde ich ausreichend Essen und Wasser haben?
Die Versorgung der Teilnehmer mit Trinkwasser erfolgt im üblichen Modus mithilfe mobiler Tankwagen. Diese befinden sich an den Übernachtungspunkten sowie an Etappenzielen mit kürzeren Pausen. Es wird empfohlen, etwas Kleingeld mitzunehmen, um sich eventuell Erfrischungen in den Geschäften der Ortschaften zu besorgen, durch die die Marschkolonne zieht.
Ist das Fotografieren erlaubt?
Solange Sie die Privatsphäre anderer nicht verletzen und keine Störungen verursachen, ist Ihnen das Aufnehmen einer unbegrenzten Anzahl von Fotos an jedem Standort gestattet.
Brauchen Minderjährige eine Begleitperson?
Minderjährige Teilnehmer stellen eine kritische Kategorie dar. Sie sind verpflichtet – sofern sie nicht direkt von einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten begleitet werden – sich einer organisierten Gruppe anzuschließen und die Anweisungen des Gruppenleiters zu befolgen. Dies betrifft Verhalten, Umgang mit anderen Teilnehmern, das Tempo bei den einzelnen Etappen sowie den Umgang mit historischen und sakralen Stätten wie Massengräbern oder dem Friedhof der Gedenkstätte Srebrenica-Potočari.
Dürfen Personen mit chronischen Erkrankungen teilnehmen?
Personen mit chronischen Erkrankungen wird empfohlen, die Genehmigung ihres behandelnden Arztes einzuholen. Es ist nicht ratsam, die eigene Gesundheit zu gefährden, um eine bestimmte Art von Heldentum zu demonstrieren. Es gibt viele andere Möglichkeiten, zum Gedenken an die Opfer beizutragen und Solidarität zu zeigen.